Aus dem Rahmen fallen, um im Bilde zu bleiben

In der Facebook-Gruppe „Bremen verschenkt, teilt, gibt“ verlose ich gerade diesen Bilderrahmen. Hier der Text dazu.

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Manchmal muss man aus dem Rahmen fallen,
um im Bilde zu sein.

Dazu hast Du hier Gelegenheit!
Dieser Rahmen grenzt Dich richtig schön ab und ein.
Er gibt Dir Sicherheit, dass Dein Konterfei das bleibt, was es ist. Dieser feste Rahmen schützt Dich bzw. Dein Abbild vor Veränderungen. Der Rahmen schützt den Inhalt nicht nur durch seine ästhetische und zugleich trutzburgenhafte Form – geballte 80 mal 60 cm – nahezu ZWANZIG Millimeter hoch! – eckig, kantig, fast stählern – in einem kämpferischen Blau!
Älter werden – oh nein, das will niemand… und Du zu allerletzt. Davor schützt Dich eine hochglanzpolierte Scheibe aus Älterwerden-Sicherheitsglas. UV-durchlässig aber wasserabweisend! Pickelresistent. Dein Lippenstift bekommt die härteste und fetteste Schutzschicht, die er je hatte! Und doch nahezu unsichtbar.

Schau Dich an! Willst Du so bleiben wie Du bist? Oh ja!!! (und ein bisschen nein)

Mit diesem auf Härte gebürsteten, mit Aluminium hinterfütterten Rahmen sorgst Du dafür, dass auch in 100 Jahren noch alles so ist, wie es heute war. Fixiere Dich! Wenn Du schon die Zeit nicht mit Handschellen am Bett anhalten kannst (obwohl…), so aber vielleicht Dein Aussehen durch reduzieren auf die zweite Dimension – die Welt der Flachländer! In der Branche „Poster“ genannt.

Ein Poster kann sovieles: Vor allem kann es posten (englisch), es kann Deine Sicht der Welt in dieselbe hinaus-posten. Aus dem sicheren Rahmen heraus. Brauchst Du einen (sicheren) Rahmen, um Deine Sache zu verkünden? Möchtest Du, dass Deine (falsche) Meinung auch morgen noch die gleiche eingefahrene ist??

Da beginnt es zu bröckeln…
Eigentlich wolltest Du Dich doch noch verändern!?

Und dann… irgendwann… wenn Du den Mut dazu hast… tust Du genau das Gegenteil!
Du öffnest Dich und den Rahmen für eine neue Sichtweise (an der dafür vorgesehen Stelle (nein, nicht der Reißverschluss an Deiner Jeans!!)). Du lässt alle Hüllen fallen. (Nochmal: NICHT die Jeans! (obwohl…)) Lass die Leute reden! Du setzt trotzdem ein immer wieder neues Bild von Dir in diesen Rahmen und damit in die Welt von morgen. In Deine Welt.

Denke einmal darüber nach: Du bestimmst, wie die Welt von morgen aussieht. Der Rahmen – die Welt – bleibt gleich – aber der Inhalt ändert sich. Der Inhalt – das bist Du, oder?

Und irgendwann – wenn Du mutig geworden bist – kannst Du mit diesem Teil hier auch noch anders vorgehen:
Wer sagt denn eigentlich, dass Du nicht auch selber den Rahmen bestimmst?! Male Dein neues Flachland-Haus bunt an! Lass den Inhalt – Deine Seele! – wie sie ist, immer war und immer sein wird – lass Deine Seele, Dein Poster in ein neues Heim umziehen.

An der Art, wie Du mit einem Rahmen umgehst, erkennst Du Deinen Typ Mensch. Bis Du irgendwann erkennst, dass Du gar keinen Rahmen brauchst, um wirklich frei zu sein.

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Politik der Ablenkung

Sarah Wagenknecht Wahlaufruf

Ich fand die Frau bisher eigentlich ganz gut.

Warum nur habe ich zunehmend den Eindruck, dass sich auch MIT den Linken nichts ändern würde?

Je mehr ich mich mit diesen Themen beschäftige, auch hier in den Blogs, oder eine der diversen Aktionen mitmache, egal ob Tierschutz, TTIP, Gesundheit oder “Religionsfreiheit“ an den Schulen, ach was es da nicht alles gibt, wo ich mit Petitionen usw dagegen oder dafür sein könnte – Warum nur habe ich den Eindruck, dass Engagement auf dieser Ebene einfach nicht hilft?

Ich gehe fast täglich auf Facebook. Jedes mal fühle ich mich hinterher ein kleines bisschen weniger gut als vorher. Merkwürdig. Wie ein kleines, kaum bedeutsames Mini-Loch in meinem Schlauchboot. Heute war es bei diesem kurzen Video besonders deutlich: Es geht überhaupt nicht um die Inhalte! Auch nicht bei den Linken. Sarah Wagenknecht ist auch nur eine Marionette. Es geht darum, dass dieses System nur funktioniert, wenn viele in einer gewissen niedrigen Schwingung verbleiben.

Es ist das Niveau, in dem wir uns für oder gegen etwas engagieren und auf diese Weise nicht bemerken, dass wir selber Teil des Problems sind. Jedes Engagement lenkt mich ab – nämlich von mir! Der ganze Quatsch, die ganze Politik, welche Partei die “richtige“ ist (Wahl-O-Mat benutzen), welche Daten nun wieder von der NSA gespeichert werden… alles nur Ablenkung und Verwirrung.

Es geht in der Politik, in den Medien gar nicht um die Inhalte, auch dann nicht, wenn ich scheinbar selber betroffen bin, zB bei den Themen Elektrosmog oder Chemtrails. Habe ich Angst davor? Nein, habe ich nicht. Denn es geht um Ablenkung. Das MEDIUM ist die Botschaft! Diesen Satz kann ich gar nicht deutlich genug sagen. Nochmal: Das MEDIUM ist die Botschaft! Nicht der Inhalt. Versteht Ihr? Nicht der Inhalt, der mich aufregt oder beruhigt, nein, es geht um die Medien der Ablenkung. BILD-Zeitung, Süddeutsche, Nachrichten, Petitionen, für oder gegen GEZ, wahlweise auch für oder gegen GEMA, für oder gegen Hartz IV, für oder gegen Unterdrückung im Job-Center, für oder gegen bedingungsloses Grundeinkommen… Immer das gleiche Spiel: Wir beschäftigen uns damit. Uns selber! Da ist niemand, der mich in Angst und Engagement hält – das mache ich alles selber!

Und eine mögliche Lösung, die ich sehe, ist: Ich höre einfach auf, mich mit all dem zu beschäftigen. (ICH beschäftige MICH mit…)

Ich melde mich ab aus diesem SYSTEM des Engagements, ohne es zu verurteilen. Ich bedanke mich für die schöne Zeit und melde mich ab. (ICH bedanke MICH…)


Nachtrag: Ich bemerke, dass umso weniger ich mich mit all diesen Dingen beschäftige, umso besser, leichter, klarer und fokussierter meine eigenen, sonstigen Themen werden. Je weiter ich mich von diesem SYSTEM entferne, umso besser kann ich mich um das  kümmern, wozu ich eigentlich hier bin. Wunderbar!