Der Tropfen und das Meer

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Gibt es den Wassertropfen oder gibt es ihn nicht? Schließt das Selbst die Einheit aus?

Es schließt sich selber aus. Es schließt sich aus, weil es benennbar ist, weil wir es benennen. Gebe ich Gott einen Namen, befinde ich mich auf Abwegen. („Du sollst Dir kein Bildnis machen…“)

Beim Selbst ist es wie mit einer Tasse Tee. Durch Benennung grenze ich ab. Dies ist eine Tasse, das andere ist keine Tasse. Hier bin ich, dort bist Du.

Wäre das Selbst unbegrenzt, könnte es nicht benannt werden – von wem auch. Alles was eine Grenze hat, ist nicht von Dauer. Das was ewig ist, kann nicht benannt werden. Jede Benennung des Ewigen muss daher scheitern.

Deswegen gibt es das Selbst nur, weil es selbst sich so nennt. Ohne Beobachter kein Objekt. Ohne mich keine Tasse Tee. Jedoch dieses „ich“ ist selbst auch nur eine Erscheinung,  womit alles andere zusammenbricht.

Zeige mir einen einzigen Wassertropfen im Meer…

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