Ausblick

image

Ausblick vom Frühstückstisch

Advertisements

​Resilienz vs Spiritualität

Wenn ich durch Erfahrung, durch Fehler, durch hinterfragen oder irgendwelche Methoden (Arbeit mit dem inneren Kind…) lerne, wie ich mit gewissen Situationen besser umgehen kann, wenn ich also mehr psychische Stabilität erreiche, mehr sogenannte RESILIENZ, dann bin ich dem wahren Sein nicht näher gekommen, sondern habe mich von ihm ENTFERNT, weil ich nun umso sicherer in meiner ROLLE bleiben kann.

Wenn ich beginne, etwas verbessern zu wollen, indem ich an meiner psychischen Stabilität arbeite usw – schon durch die Aussage „ich beginne …“ ist die Sauerei in der Welt.

Da ist kein Ich, das dauerhaft gestärkt werden könnte. Im Gegenteil – alleine durch den Versuch, da etwas stärken zu wollen, wird die Sache immer wackeliger. Man entfernt sich vom wahren Sein nur immer noch mehr. Die Wackeligkeit wird verzögert, die Sicherheit ist nur temporär.

 Es gibt auch keine „eigene Kraft“, in die jemand kommen kann. Das einzige, was dauerhaft hilft ist, alles annehmen was ist. Freude, Trauer, Schmerz, Sorgen, Depressionen, Liebe, Ekstase, heftige Emotionalität, einfach alles annehmen was da ist. 

Selbst diese Sätze sind nur ein Konzept. Glaube ihnen nicht! Denn da ist niemand, der glauben oder nicht glauben könnte…

 Die traurige Erkenntnis ist: Da ist niemand, der in seine Kraft kommen könnte, da ist niemand, dem ich dabei helfen könnte. Mein Job ist unnütz und überflüssig, ja in gewisser Hinsicht sogar kontraproduktiv. 

 Die schöne Erkenntnis ist: Da ist niemand, der leidet.