Wofür bin ich heute dankbar

Wofür bin ich heute dankbar…
Heute besonders dafür, dass der Herr links im Bild den untergetauchten (subcutanen) Holzsplitter aus meinem Daumen entfernt hat.
Er meinte noch, das sei die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, ich aber sagte, ich bin voller Vertrauen. Das Universum schickt mich nicht zu ihm, wenn es nichts zu lernen oder zu tun gibt. Da ich nicht Medizin lernen möchte, bleibt nur, etwas zu tun. Und so war es dann auch.
 
Ein netter Mensch, dieser Herr Morr, ebenso lustig wie er mir auf dem Bild erscheint, dabei professionell und achtsam.
 
Chirurgische Gemeinschaftspraxis in Bremen-Schwachhausen.
 
Interessante Randbemerkung noch: Die Betäubung war so gut, dass er mit dem Skalpell den Daumen aufschneiden konnte und mit der Zange darin herumprokeln und suchen konnte – ich habe davon nichts gespürt.
Als er jedoch den Splitter gefunden und herausgezogen hatte, spürte (fühlte!) ich eine sehr deutliche und klare Entspannung in dem ja immer noch voll betäubten Daumen. Sa-gen-haft 🙂
Advertisements

Wenn Du glaubst nichts bewirken zu können

Ich berichte von meiner letzten Nacht:

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“
(Dalai Lama)

Wobei man korrekterweise dazu sagen muss, dass die Mücke nicht wirklich etwas beWIRKT sondern nur verhindert.

Das erinnert mich an einige Sportstunden aus meiner Schulzeit: Ich hatte nie Lust zum Fußballspielen, mit den üblichen Folgen; keiner will mit mir zusammen in der Mannschaft spielen und so weiter. Das ging so lange, bis mal einer meiner besser spielenden Mitschüler mir den folgenden Rat gegeben hat: “Du hast doch lange Beine, wenn Du schon nicht gut spielen kannst, dann lauf einfach immer dazwischen, wenn der Gegner den Ball hat.“

Und fortan hatte ich eine Riesen Gaudi , wenn im Sportunterricht Fußball angesagt war und die Gegner immer eine harte Zeit. 😀 Die Technik des Störens habe ich natürlich in den letzten 40 Jahren erheblich weiterentwickelt und verfeinert, bis hin zu der Frage, ob ich vielleicht einmal selber etwas bewirken könnte 😉

Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt

Jetzt wird es interessant.
Viele Menschen sagen, dass Lernen nur mit Schmerz geht. Ich bin da anderer Meinung.
Denn was passiert, wenn sich Leistung (im Kapitalismus) nicht mehr lohnt? Dann fragen sich die Leute: wozu überhaupt noch arbeiten? Und genau diese Frage wird uns meilenweit voranbringen. Wenn nämlich Menschen quasi aus Langeweile, oder zumindest aus der Nicht-Beschäftigung heraus neue Wege suchen, dann tun sie dies nicht aus Schmerz, sondern aus der Motivation der Suche.

Unter diesen Vorbedingungen könnten wir zu etwas sehr schönem kommen, nämlich dass die Beschäftigung Selbstzweck ist. Ich arbeite dann nicht mehr für Geld (denn dafür lohnt es sich ja nicht, siehe oben), sondern ich arbeite weil ich gerne arbeite oder weil meine Arbeit einen anderen Sinn erfüllt.

Wozu arbeiten?
Wenn sich diese Frage viele Menschen stellen, kann etwas sehr wunderbares passieren: wir kommen alle viel mehr ins Jetzt. 😉

PS: ich glaube, Frau Wagenknecht sieht das nicht ganz so visionär wie ich, aber ich fand die Überschrift so schön. 😀

http://mobil.derstandard.at/2000038919850/Wagenknecht-Leistung-lohnt-sich-oft-gar-nicht-mehr?ref=nl&userid=176733&nlid=9

Kriegstreiberei

Wer Frieden will, beteiligt sich an Kriegstreiberei???

Wie das??

Mit dem Satz (bzw dessen Verbreitung) „wir sollten dankbar sein…“ sind wir genauso manipulierbar, wie über unsere Ängste, denn dahinter steht die Angst, diesen Zustand des Friedens wieder zu verlieren.

Ich halte es für schlauer, weder mit Krieg noch mit Frieden in Resonanz zu gehen. Transzendieren ist hilfreicher als vermeiden. Das könnte einer jahrzehntelang gewachsenen Friedensbewegung eigentlich klar sein, warum also beteiligen sich immer noch soviele an der FRIEDENSTREIBEREI?

Kein Mensch ist kriegerischer oder friedlicher als ein anderer. Wir sehen nur die jeweils anderen Anteile nicht.